EM-Tagebuch #6: Erfahrene Vielschläferin beim Ruhetag

Hallo zusammen,

vorab: Ihr werdet merken, dass in diesem Bericht zunächst nur grob die Geschehnisse beschrieben werden, während es später detaillierter wird. Das liegt an meiner allgemeinen Auffassungsgabe zu verschiedenen Tageszeiten. Ich hoffe jedoch, dass alle Angaben richtig sind, damit Domi mich nicht wild beschimpft, wie er es bei David tat, als dieser fälschlicherweise Domi als mehrfachen Strafwurfwerfverlierer bezeichnete. Domi wurde aus Deutschland direkt ermahnt. Wir stellen also richtig: Domi hat erst EINMAL das Strafwurfwerfen verloren.

So jetzt aber zum Donnerstag:

Nach der Vorrunde gab es für alle Mannschaften einen Ruhetag, ich erwartete also, dass wir schön ausschlafen können. Aber nein, das Hotel bietet Frühstück nur bis 9 Uhr an, uns zu Liebe räumen sie erst um 9:15 weg, Frechheit. Beim Frühstück gab es dann erstmal ein kleines Ständchen, denn Henning wurde stolze 34 Jahre alt. Das wurde direkt belohnt. Ein Gutschein bei Veloküchen, einem Fahrradladen in dem Henning sich nun austoben kann, denn viel mehr als Fahrradfahren kann der alte Herr ja nicht mehr, außerdem gab es ein Gesellschaftsspiel dazu für die ruhigen Abende. Danach ging es für mich zurück ins Zimmer und sehr schnell ins Bett, denn als erfahrene Vielschläferin hatte ich natürlich meinen Schlafanzug unter dem Trainingsanzug gelassen, um schnell wieder die Äuglein zu zumachen. Aus Erzählungen weiß ich, dass es mir ein paar gleich taten, andere fuhren nach Rotterdam und/oder Dordrecht, lernten, spielten Billard usw., Sven und ich mussten dann später noch los, denn irgendjemand hatte seine Julia Roberts DVDs kaputt gemacht und er konnte nicht aufhören zu jammern, bis er diese ersetzt hatte… Oh, Stopp, stimmt ja, Letzteres war nur ein Traum. Aber man sagt ja mit Träumen verarbeitet man Sachen, Svens Unterbewusstsein hat mir bestimmt Signale gesendet. (Notiert in „Weihnachtsgeschenk Sven“)

Um 13:45 weckte mich dann der Wecker und nach schnellem Wäsche-Zusammensuchen ging es dann schon los zum Training. Eine hier nicht genannte Spielerin sucht leider immer noch ihre Glücks-Unterhose, die bis jetzt nicht wiedergefunden wurde. Auf diesem Wege nochmal der Aufruf: Falls jemand meint, die Unterhose irgendwo gesehen zu haben, bitte melden, wir gehen jedem Hinweis nach.

Beim Training haben wir dann gemeinsames Warm-up gemacht und danach hat das Team sich geteilt, die Spieler in den letzten Tag viel belastet wurden, durften sich bei Tobi und Domo etwas entspannen, was meiner Meinung nach sehr gemütlichem Auf-Gymnastikbällen-Rumliegen aussah bezeichnete Karen jedoch als sehr schmerzhaft.

Die anderen Spieler durften sich derweil beim 2:2 und dann 4:3 auspowern, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Gemeinsam wurde das Training abgeschlossen. Vor dem obligatorischen Strafwurfwerfen gab es noch eine Freiwurfchallenge. Für die ersten zwei Plätze gab es Preise, und obwohl ich mit Sven am Ende noch gegen ein anderes Pärchen um Silber gespielt habe, ist leider an mir vorbeigegangen, wer gewonnen hat und was es zu gewinnen gab. Aber ich glaube, es war irgendwas zu Essen. So ganz wach war ich dann wohl doch nicht…

Nach dem Training ging es dann flott zum Hotel, umziehen, eine Runde Billard und ab in die Autos zum Restaurant. Heute stand ein Italiener auf dem Tagesplan.

Wem das Bild bekannt vorkommt, den Pegasusen ging es genauso, es war das gleiche Restaurant wie 2013, als wir in Papendrecht unseren ersten Eurocup bestritten haben. (Übrigens: Ronald und Debby sind zum Spiel gegen Katalonien zum Anfeuern gekommen, coole Sache!)

An dieser Stelle nochmal ein Dank an Henning, der erst nachdem ich meine 3 Canneloni vorgesetzt bekam, sagte: „Ach stimmt, letztes Mal hatte hier auch einer Canneloni und es war super wenig.“ Aber wenigstens hat es gut geschmeckt und unser charmanter Tobi hat mir etwas Pizza abgegeben und Sven hat mir sogar auf dem Weg zum Auto noch einen Subway-Cookie spendiert J. Ich sah wohl noch etwas hungrig aus. Dank der Jungs war ich dann satt und selbst wenn nicht hätte ich es wohlmöglich eh im Auto vergessen, da ich durch Tobis Laserfan-Experten-Video abgelenkt wurde. (Der Laserfan ist in der Physioszene schon heiß begehrt)

[Video folgt. Anm. der Redaktion]

Im Hotel saß dann wieder der Großteil des Teams zusammen, die einen spielten Karten, die Jury des SSOG bewerteten Bilder und drei Castroper spielten Hennings Geburtstagsspiel.

Auf dem Bild seht ihr wie ein vierter Castroper interessiert zu schaut. Dazu muss man sagen, dass es das „Köbes“-Spiel ist und natürlich keiner aus dem Pott wusste wer oder was ein „Köbes“ ist. Trotzdem schienen Anna S., Karen und Lea Spaß zu haben. Uns hat es auch gefreut, denn es hat 3 Euro in die Strafkasse gebracht, denn die Drei haben das gute Spiel einfach herrenlos in der Lobby liegen lassen. So ließen wir den Abend dann gemütlich ausklingen.

Ich denke, es tat uns gut, den Korfball mal ruhen zu lassen, abgesehen vom Training. Jetzt kann jeder wieder mit freiem Kopf und wachen Beinen voll durchstarten. Denn es geht nun darum, unser neu gestecktes Ziel zu erreichen: der 5. Platz! Ob Dass uns der Pflichtsieg gegen Polen gelingt, [… wisst ihr jetzt schon :)]

Grüße in die Heimat,

Johanna